Experimente mit künstlicher Intelligenz, Filmgestaltung und visuellen Erzählformen.

KI-generierte (Musik)-Videos

Mein Name ist Jan Cibula, ich mag keine KI-generierten Medien.
KI zerstört langsam aber sicher meine Existenzgrundlagen und raubt mir den Job.
Ich sehe künstliche Medien-Generierung nicht wirklich als Kunst und vermisse die analoge Filmemacherei immer mehr.
Trotzdem wollte ich sehen, was technisch möglich ist und ob in den komplexen Arbeitsprozessen noch Platz für Kreativität bleibt...

Über das Projekt

Film, Design und künstliche Intelligenz

Diese experimentelle Seite dokumentiert verschiedene Versuche mit KI-generierter Musik und Videos.

Neben den fertigen Videosequenzen werden technische Einstellungen, Ausgangsbilder, Probleme und wichtige Erkenntnisse aus dem Produktionsprozess dargestellt.

01

Eine Hommage an die 80er French Pop

Maman

Beschreibung

In Gedenken an meine Mutter habe ich dieses Lied generieren lassen und dazu ein Video geschaffen. Es geht um die kleinen Dinge des Lebens und die alltäglichen Gesten, Farben und Objekte, welche mich jeden Tag an sie erinnern...

Learning

Vor allem die starken Emotionen der Sängerin und die Authentizität der Einrichten einer alten französischen Wohnung haben mich positiv überrascht. Aber leider KI erkennt keine Tiefe, so wie 3D-Software. Runde Kamerabewegungen um ein Objekt waren fast unmöglich, die Objekte und Möbel beginnen zu schweben...

Probleme

Die Sängerin verliert die Konsistenz und wirkt bei späteren Videos älter. Kamerafahrten um ein Objekt herum sind beinahe unmöglich und oft nur zufällig brauchbar.

02

Atmosphäre einer klassichen Oper in 90 Sekunden

La Diva

Beschreibung

Ich wollte die Essenz eines Opernliedes in rund 90 Sekunden zeigen. Kann man mit der KI von suno klassische Musik und Gesang überzeugend generieren? Die Idee nach dem eigentlichen Video noch eine weitere Geschichte zu erzählen kam mir ganz am Ende und verleiht dem Projekt eine wertvolle ideelle Tiefe. Der Bettler war einmal als Tenor in dieser Oper angestellt und lebt nun auf der der Strasse.

Learning

Viele Probleme kann und muss man in der Post-Production mit Sounddesign und im Schnitt lösen. Videobearbeitungs-Kenntnisse sind sehr wichtig. Während des Prozesses kommen plötzlich neue Ideen für eine Geschichte in der Geschichte.<br> Die Maximaldauer aller generierten Videos ist jeweils rund 18 Sekunden. Aus all diesen Shots muss eine mehr-minütiges Video zusammengeschnitten werden.

Probleme

Einfache Bewegungen wie die Sängerin dreht sich vom Publikum weg und läuft zum hinteren Bereich der Bühne waren nicht umsetzbar. Auch der Auftritt auf die Bühne und eine einfache Drehung waren unmöglich. Alle solchen Probleme wurden dann mit Premiere im Videoschnitt gelöst.

03

Ohne das Dunkel gibt es kein Licht

Serena Mai

Beschreibung

Das Konzept war sehr schnell klar. Brutalistische Architektur mit einer weissen Protagonistin und einer dunklen Gegenspielerin. Kontrast zwischen Musik, Gesang, Stil und Helligkeit. Inspiriert vom Science Fiction Film "The Cell" und "Dune" wollte ich diese mystisch-fiktionale Stimmung erzeugen.

Learning

Architektur und Licht sind sehr einfach und überzeugend zu generieren. Fantasyszenen sind für KI kein Problem. Der Detailreichtum der Kostüme ist fantastisch, leider wird er nicht bei allen Einstellungen/Shots übernommen.

Probleme

Wenn man Close-Ups in LTX einspeist erfindert er die Umgebung neu, die Charakter sehen plötzlich anders aus. Die Konsistenz ist einmal mehr ein Problem. Übergänge innerhalb einer Einstellung sind fast unmöglich zu steuern (Seerosen-Wechsel). Manchmal wurden hier Lip-Synching Animationen nicht sauber generiert.